MathSEE Modeling Week 2019 - Studierende präsentieren Ergebnisse

Studierende eines mathematisch-methodischen Faches und der „SEE-Fächer“ - Sciences, Engineering, and Economics - nahmen vom 18. bis 23. August 2019 an der MathSEE Modeling Week in Bad Liebenzell teil. Das KIT-Zentrum „MathSEE“ bündelt seit Oktober 2018 die interdisziplinäre mathematische Forschung am KIT und richtet erstmals eine Modeling Week für Studierende aus. In der öffentlichen Abschlussveranstaltung am 23. August 2019 am Campus Nord verfolgten wissenschaftliche Mitarbeiter/innen mit großem Interesse die Präsentationen und Erkenntnisse der Studierenden.

Am 18. August 2019 sammelten sich das erste Mal Studierende verschiedener Studiengänge in Karlsruhe, um an der MathSEE Modeling Week 2019 teilzunehmen. Gemeinsam fuhren alle mit einem Reisebus zur Burg Bad Liebenzell, wo die nächsten Tage mit der Erforschung spannender Problemstellungen aus der realen Forschung des KIT-Zentrums MathSEE verbracht werden sollten.

Nach einem ausgiebigen ersten Kennenlernabend ging die Arbeit in Gruppen am Montagmorgen los. Die betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeitenden Kevin Daiß (FAST), Philipp Hamberger, Pia Stammer und Tianbai Xiao (SCC) führten in die Problemstellungen ein. Die Studierenden beschäftigten sich mit chemischen Prozessen beim Säurenebel, dem Einfluss der Erdkrümmung auf riesigen Ackerflächen, der optimalen Formfüllung eines Bauteils und der automatischen Verfolgung der Tropopause, einer für Klimabetrachtungen wichtige Grenzschicht in der Atmosphäre. Wie hier zu sehen ist, sind die Problemstellungen sehr breit gefächert, haben jedoch alle eine Gemeinsamkeit: Sie beschreiben allesamt ungelöste Fragen aus der aktuellen Forschung. Während der Woche haben die Studierenden die mathematische Modellierung kennengelernt und ausgiebig angewendet. So erhielten sie einen Einblick in den Forschungsalltag an einer Universität und mussten auftretende Probleme selbst lösen.   

Am 23. August 2019 präsentierten die Studierenden ihre beeindruckenden Ergebnisse in einem öffentlichen Vortrag im Campus Nord vor ihren Problemstellern und Problemstellerinnen und weiteren interessierten Personen des KIT. Rudolf Lohner, Experte für energieeffiziente Rechenzentren, führte die Studierenden zum Abschluss durch den Hochleistungsrechner ForHLR.

Allen die bei dieser Woche mitgewirkt haben, indem sie ein Problem gestellt, die Werbetrommel gerührt oder bei den Vorbereitungen geholfen haben, sei an dieser Stelle noch einmal ein riesen großes Dankeschön ausgesprochen!